Schluss mit Multitasking!

 

Du hast keine Lust mehr dich ständig von Hektik angetrieben zu fühlen und möchtest aus dem viel zu schnellen Hamsterrad aussteigen? Dann ist es an der Zeit sich vom Multitasking zu verabschieden, denn das ist ein erster richtiger Schritt aus der Stress-Falle. 

 

Über die Mär von Multitasking und unser Bedürfnis alles immer auf einmal jetzt gleich erledigen zu müssen, habe ich schon geschrieben. Du findest den Artikel dazu auf wir-machen-glueck.de.

 

Fang klein an und sei geduldig mit dir. Eine Gewohnheit (Hektik), lässt sich nicht so schnell durch eine ganz andere (Ruhe) ersetzen. Aber auch kleine Schritte führen zum Ziel. So wird dein Alltag endlich wieder entspannter: 

 

Schluss mit Multitasking!

Wenn du eine Aufgabe erledigst, dann erledige diese eine Aufgabe und konzentriere dich nur darauf. Hör auf alles gleichzeitig machen zu wollen. Das kostet dich nur unnötige Konzentration, Zeit, Kraft und erhöht deine Fehlerquote.

 

Erledige eines nach dem anderen!

Das hilft dir, dich auf eine Aufgabe zu fokussieren. Deine Konzentration ist besser, du arbeitest effektiver und zu guter Letzt sogar flotter. Teile auch deinem Umfeld mit, egal ob im Job oder in der Familie, dass du nur eines nach dem anderen erledigen kannst. So verstehen auch die anderen, dass sie nicht alles bei dir abladen können, weil du eben nicht mehr alles sofort und auf einmal in Angriff nehmen wirst. 

 

Setze Prioritäten!

Überlege dir was jetzt wirklich am Wichtigsten und am Dringendsten ist. Das wird dann auch als Erstes erledigt. Denn du musst nicht alles sofort und jetzt gleich erledigen. Sondern: nur eines nach dem anderen. Wenn du Schwierigkeiten mit dem Setzen von Prioritäten hast, dann bitte deinen Chef um Unterstützung. 

 

Mach Pausen!

Es bringt genau gar nichts durchzuarbeiten und auf Pausen zu verzichten. Pausenlos durchzuarbeiten, kratzt an deiner Konzentration, deinem Gemüt und macht dich unglaublich müde und erschöpft. Es ist wichtig, dass du dir echte Pausen gönnst. Das bedeutet: auch nicht im Internet zu surfen oder auf Facebook aktiv zu sein. Erlaube dir jede Stunde eine Fünf-Minuten-Pause und denke an nichts. Schau aus dem Fenster, vertrete dir die Beine, atme tief ein und aus. Gib deinem Hirn die Möglichkeit abzuschalten und fünf Minuten lang nicht arbeiten zu müssen.

 

Keine Maschine der Welt kann ununterbrochen, ohne Unterlass, arbeiten und funktionieren. Auch Maschinen müssen zwischendurch ausgeschaltet werden, damit sie nicht überhitzen und kaputt werden. Warum also gönnst du deinem Gehirn, das um so vieles wertvoller ist als jede Maschine, nicht auch regelmäßig eine Pause? Stell dir dafür ruhig einen Alarm auf deinem Handy, damit du gar nicht erst darauf vergessen kannst.

 

Sag NEIN!

Du kannst deiner Kollegin keinen Gefallen abschlagen? Du kannst nicht ablehnen, wenn du für den Kindergarten einen Kuchen backen sollst? Du kannst deine Mutter nicht mit den Öffis durch die Stadt fahren lassen? Doch du kannst! Hör auf, es allen recht machen zu wollen. Das kannst du sowieso nicht. Schau auf dich! Warum solltest du zwei Stunden länger im Büro sitzen, weil du einer Kollegin bei ihrer Arbeit aushilfst? Während du noch im Büro hockst, genießt deine Kollegin allerdings schon längst ihren Feierabend. Lerne „Nein“ zu sagen. Ich weiß, das ist nicht einfach – aber wenn du es immer wieder übst, wird es dir von Mal zu Mal leichter fallen.

 

Delegiere!

Warum solltest du alles alleine machen? Spann die Leute ein! Der Lehrling kann dir bestimmt einfache Arbeiten abnehmen. Dein Mann hat zwei gesunde Hände? Wunderbar, dann macht es ihm sicher nichts aus, das Geschirr aus dem Geschirrspüler zu räumen. Und dein Sohn kann sein Zimmer auch selbst aufräumen. Wenn du es dir leisten kannst, dann lass ab und zu einmal die Putzfrau kommen oder bestelle einfach mal Pizza zum Abendessen. Das schont deine Zeit und deine Nerven.

 

Verabschiede dich vom Perfektionismus!

Du musst nicht perfekt sein und es gibt auch keinen römischen Einser mit Sternchen vom Chef, wenn die Powerpoint-Präsentation besonders schön wird. Mach deine Arbeit gut und zufriedenstellend. Aber hör auf damit Fleißarbeit hineinzustecken – das weiß ohnehin kaum jemand zu würdigen. 

 

Setze auf digitalen Detox!

Am Feierabend wird das Firmenhandy ausgeschaltet, denn dann ist FREI-Zeit. Dein Mail-Account übersteht es ganz gut, auch wenn du keinen Blick am Wochenende riskierst. Die Mails sind am Montag auch noch da. Verzichte am Sonntag doch einmal auf den Tatort und verziehe dich lieber, mit einem spannenden Krimi in Buchform, ins Bett. 

 

Streiche Wörter, die Druck machen, aus deinem Wortschatz!

Also: schnell, jetzt sofort, sofort, noch schnell, jetzt gleich, kurz, geschwind, usw.

 

Baue Entspannungsübungen ein!

Ich spreche hier nicht davon, dass du zur perfekten Yogini oder Meditationsmeisterin werden musst. Auch kleine Übungen, die nur ein paar Augenblicke dauern, können sehr viel bewirken. Atem-Übungen oder Achtsamkeitsübungen sind immer und überall ausführbar. 

 

Hab Geduld mit dir!

Damit etwas zu einer neuen Gewohnheit werden kann, braucht es Geduld, Nachsicht und mindestens 21 Tage. Setz dich nicht unter Druck, sondern versuche immer wieder einen dieser Tipps in deinem Alltag zu beherzigen. Je öfter dir das gelingt, desto eher wird das automatisch passieren und irgendwann normal für dich sein. Dann werden dich nicht mehr Stress und Hektik durch den Alltag begleiten, sondern Ruhe und Zuversicht.

 

Was hast du zu verlieren?

Du kannst nur gewinnen! Auch, wenn es dich anfangs Überwindung kostet und du das alles wahnsinnig kompliziert findest – es lohnt sich dran zu bleiben. Und was, wenn du zwischendurch wieder in deinen alten Trott hineinfällst? So what? Dann machst du es in der nächsten Stunde eben wieder besser. 

 

Schau rechtzeitig auf dich und deine Bedürfnisse!

Auch kleine Schritte und Verhaltensänderungen führen zum Ziel und bedeuten weniger Stress für dich. Hab Geduld mit dir und bring mehr Struktur in deinen Arbeits- und Tagesablauf. Bearbeite eine Aufgabe nach der anderen und verabschiede dich endgültig von deinem inneren Antreiber „Mach es schnell und sofort!“.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Nadine (Dienstag, 23 Mai 2017 10:12)

    Ein sehr schöner Beitrag,roll geschrieben. Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Ich habe auch so Phasen da will ich allem und jedem helfen...
    Liebe Grüße Nadine

  • #2

    Catherine (Dienstag, 23 Mai 2017 10:24)

    Da gebe ich dir sowas von Recht, richtig tolle und praktische Tipps :)
    Wir leben irgendwie in so einer Welt wo es "cool" ist Stress zu haben und 20 Dinge gleichzeitig zu machen und merken gar nicht wie kaputt wir uns selber machen.

  • #3

    Sarah (Dienstag, 23 Mai 2017 10:48)

    Ein interessanter Beitrag!
    Ich kann dir da in allen Punkten zustimmen!
    Liebe Grüße Sarah :-)

STAY TUNED!

* indicates required