Bäume, die heilsamen Helfer

„Nichts ist heiliger, nichts ist vorbildlicher als ein schöner starker Baum“, das wusste schon Hermann Hesse. Ein Leben ohne Bäume könnten wir uns gar nicht vorstellen, denn wir Menschen lieben die Bäume. Schon immer hat sich der Mensch ganz intuitiv zum Baum hingezogen gefühlt. 

Da werden bereits seit Jahrhunderten Bäume zur Geburt der Kinder gepflanzt, Hausbäume auserwählt oder Lebensbäume bestimmt. Bäume sind fest in unseren Traditionen und Ritualen verwurzelt. Doch Bäume können noch viel mehr – sie spielen nicht nur eine wichtige Rolle für die Umwelt, sondern auch unsere Gesundheit

 

Schon die Griechen, Kelten und Germanen wussten um die therapeutische Wirkung von Bäumen. Nach und nach untermauern immer mehr neue wissenschaftliche Erkenntnisse dieses uralte Wissen unserer Vorfahren. Das Grün der Bäume reduziert nachweislich Stress und fördert die Konzentration. Viele Pflanzen bedeuten weniger Kopfschmerzen und seltener gereizte Haut. Spitalspatienten, die unter Bäumen sitzen, genesen schneller. Alleine schon der Blick vom Patientenzimmer auf Bäume, verringert die notwendige Dosis an Schmerzmittel. 

 

Besonders heilsam ist es für uns, wenn wir uns regelmäßig in der Natur aufhalten. Wenn wir uns oft ins Grüne hinausbegeben,  leiden wir seltener unter Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Angstzuständen. Unser Herzschlag und unser Atem beruhigen sich, wenn wir einen Spaziergang im Wald machen. Wir fühlen uns sicher und geborgen, die Kraft der Bäume wirkt beruhigend auf uns. 

 

In Japan weiß man schon sehr lange um die Heilkräfte der Bäume und praktiziert den Brauch des "Waldbadens" (Shinrin-yoku). Es bedeutet eigentlich „ein Bad in der Atmosphäre des Waldes nehmen" – also einen Aufenthalt im Wald. Das Einatmen der ätherischen Substanzen und der antimikrobiellen organischen Verbindungen belebt unsere Gesundheit. Ein „Bad“ im Wald senkt den Blutdruck, reduziert die Werte unserer Stresshormone,  stärkt das Immunsystem und kann helfen Viren und Bakterien abzuwehren. Ein Aufenthalt in der Waldluft vermehrt und aktiviert angeblich sogar unsere natürlichen Killerzellen, die uns vor Tumoren und Krebs schützen sollen. 

 

Denken wir heute, am Tag des Baumes, auch an die beruhigende Wirkung der Bäume. Sie vermitteln eine heilsame Ruhe in unserer hektischen Zeit und wirken damit auch direkt auf unser seelisches Wohlbefinden. Ich würde sagen: Es ist Zeit wieder einmal an der Zeit einen Spaziergang im Wald oder die Umarmung eines Baumes zu genießen. 🌳🌲🌳🌲

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Christoph M. (Mittwoch, 26 April 2017 10:09)

    Hallo Calmony!
    Stimmt es, dass die Kelten einen "Baumkalender" hatten?
    Was hat es damit auf sich?
    Sonnige Grüße
    Christoph

  • #2

    Daniela von Calmony (Freitag, 28 April 2017 13:57)

    Ja genau. Den sogenannten keltischen Baumkreis. Die Bäume symbolisieren die Jahreszeiten, die Sonnenwenden und die Geburtsdaten jedes einzelnen. Jedem Menschen wird einer dieser Bäume zugeordnet- nach Geburtstag. Das ist so ähnlich wie bei den Horoskopen. Google doch mal - das ist wirklich interessant. Ich bin übrigens ein Apfelbaum ;)

STAY TUNED!

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